News-Archiv

  • Grobe Fahrlässigkeit in der Autoversicherung – Immer mitversichern!

    18. Oktober 2016

    Grob fahrlässig verursachte Schäden kann man, bis auf wenige Ausnahmen, in der Kaskoversicherung mitversichern. Auch wenn dies etwas mehr kostet, ist das gut investiertes Geld. Grob fahrlässig handelt, wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in besonders grobem Maße verletzt. Einfach ausgedrückt, jemand tut etwas, bei dem ihm hätte klar sein müssen, dass sein Verhalten ganz schnell zu einem Unfall führen kann.

    Aber auch der vorsichtigste Fahrer kann mal einen folgenschweren Fehler machen. Er übersieht eine rote Ampel oder bemerkt eine Geschwindigkeitsbegrenzung nicht und ist dann deutlich zu schnell. Wenn es dadurch zu einem Unfall kommt, muss man mit einer Kürzung der Versicherungsleistung rechnen. Der Versicherer darf die Entschädigung nur in dem Maße kürzen, wie sich das grob fahrlässige Verhalten auf den Unfall ausgewirkt hat. Im schlimmsten Fall können das 100% sein.  

    Beispiel: Mercedes C-Klasse wird nach Rotlichtverstoß schwer beschädigt. Die Reparatur kostet 18.437 €. Der Versicherer kürzt die Vollkaskoentschädigung um moderate 50%. Die Selbstbeteiligung beträgt 1.000 €. Als Entschädigung überweist der Versicherer 8.218,50 €. Übrig bleiben 10.218,50 €, die vom Versicherungsnehmer oder vom Fahrer selbst bezahlt werden müssen.

    Einfacher ist es, die grobe Fahrlässigkeit in der Autoversicherung mitzuversichern. Dann gibt es keine Diskussionen, ob und in welchem Maße das eigene Verhalten zum Unfall beigetragen hat. Lediglich bei Unfällen, die durch Alkohol verursacht wurden oder wenn jemand den Diebstahl des seines Fahrzeugs selbst begünstigt hat, bleibt es bei der Kürzung. Unser Tipp: Die Autoversicherung auf einen Tarif mit grober Fahrlässigkeit umstellen. Nahezu jeder Autoversicherer hat ein entsprechendes Angebot.

  • Brexit – Konsequenzen für Unternehmen

    14. September 2016

    Der sog. Brexit wird weitreichende Konsequenzen nicht nur für Großbritannien haben. Die Entscheidung der britischen Wähler, aus der EU auszutreten, hat auch Einfluss auf die gesamte europäische Wirtschaft. Zudem ist auch die Versicherungsbranche von diesem Entschluss betroffen.

    Die Gefahr besteht, dass der Versicherer-Standort Großbritannien an Bedeutung verlieren wird. Obwohl viele wichtige Fragen zur künftigen wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der EU und Großbritannien erst im Laufe der Zeit beantwortet werden, sollten sich auch Unternehmen bereits jetzt mit den möglichen Auswirkungen beschäftigen.
    Ein Fokus sollte gelegt werden auf den Markt und damit einhergehende Schwankungen von Finanzparametern, mögliche Personalthemen – hier vor allem im Hinblick auf Entsendungen – und Auswirkungen auf die unternehmerischen Risiken. Insbesondere die noch ausstehende Klärung im Hinblick auf die Dienstleistungsfreiheit und die regulatorischen Auswirkungen können ggf. Ihr internationales Versicherungskonzept beeinflussen. So ist es derzeit grundsätzlich möglich, die Absicherung von Auslandsschäden Ihrer Niederlassungen in Großbritannien im Rahmen der inländischen Versicherungsverträge vorzunehmen. Ob und welche Einschränkungen sich hier ergeben werden, ist fraglich.
    Insoweit bleibt abzuwarten, welches Ergebnis die weiteren politischen Verhandlungen mit sich bringen. Die Märkte werden reagieren und damit vermutlich vieles vorwegnehmen, worauf sich die britische Regierung möglicherweise erst in Jahren mit der EU verständigen wird. Ein Vakuum – gefährlich und unkontrolliert, mit großem Gefährdungspotential für die englische Wirtschaft. RMK wird diese Entwicklungen beobachten und analysieren, um so bei einem möglichen Einfluss auf Ihr Versicherungsprogramm schnellstmöglich reagieren zu können.

  • Fit für den Schadenfall? RMK Claims Day stellt Ihr Unternehmen auf die Probe

    19. Juli 2016

    Wie wichtig es ist, den perfekten Versicherungsschutz zu haben, merkt man oft schmerzlich, wenn man wirklich mit einem Großschaden konfrontiert ist. Eine rasche und reibungslose finanzielle Abwicklung ist dann das A und O um den Betrieb schnellstmöglich wieder herzustellen bzw. die betrieblichen Abläufe ohne Verzögerung wieder aufzunehmen.

    Könnten Sie die Hand dafür ins Feuer legen, im Vorfeld keine Eventualität, die zu Nichtleistung führt, übersehen zu haben? Wir finden mit Ihnen gemeinsam heraus ob Ihr Unternehmen für einen Großschadenfall gewappnet ist…

    … Ihr Unternehmen wird an einem Tag einem Streßtest unterzogen. Wir simulieren einen Großschadenfall in Ihrem Hause, natürlich nur virtuell. Es werden an nur einem Tag Alarmierungspläne, telefonische Erreichbarkeiten und Meldewesen, Existenz einer strukturierten Summenermittlung, Wertgutachten und vieles weitere geprüft um zu sehen, wie fit Ihr Betrieb für einen Großschadenfall ist. Sie werden überrascht sein, der Teufel steckt nicht nur im Detail. Auch durch einfache Präventivmaßnahmen und clevere Ideen können Sie sich und Ihr Unternehmen schützen. Das ist die Möglichkeit ohne langwieriges Aktenwälzen Ihren Betrieb auf den Prüfstand zu stellen. Nutzen Sie die Chance, unterziehen Sie sich dem Stresstest und vereinbaren Sie einen Claims Day mit uns!

  • Lebensversicherung: Der Garantiezins soll wieder einmal sinken!

    19. Mai 2016

    Finanzminister Schäuble besitzt das Privileg, den sogenannten Höchstrechnungszins für Lebensversicherungen festsetzen zu können. Hiervon macht er offenbar erneut Gebrauch und verkündet, zum 01.01.2017 eine weitere Reduzierung durchführen zu wollen. Dabei schwebt ihm vor, von derzeit 1,25 % auf 0,9 % zu senken.

    Dieser Schritt ist der anhaltenden Niedrigzinslage geschuldet. Das Finanzministerium ist aufgrund rechtlicher Vorgaben hierzu faktisch gezwungen. Die Versicherungslobby und sogar, wer hätte das gedacht, Verbraucherschützer laufen gegen diese Überlegungen Sturm. Warum?

    Es wird das Signal an die Verbraucher gegeben, dass sich die private Vorsorge ohnehin nicht mehr lohne. Das bringt viele Sparer dazu, gar nichts mehr zu unternehmen und somit sehenden Auges in eine Altersarmut zu schlittern. Das halten auch Verbraucherschützer für falsch.

    Richtig ist dagegen: Die zusätzliche Altersvorsorge ist wichtiger denn je – und sie lohnt sich noch immer! Wie immer ist es wichtig, die richtige Beratung zu genießen und den passenden Produktanbieter samt Anlagekonzept zu finden. Auch die betriebliche Altersvorsorge, welche die Politik derzeit wieder stark in den Fokus von Förder-Überlegungen stellt, trägt einen unschätzbaren Wert zur finanziellen Unabhängigkeit im Alter bei.

    Wir sind darauf vorbereitet, spezialisiert und haben Antworten. Sprechen Sie uns an, wenn Sie das Thema interessiert.

  • Hoverboard fahren – ein verbotener Spaß?

    18. April 2016

    Man nehme ein zweirädriges Brett mit Elektromotor, stelle sich drauf, neige das Körpergewicht leicht nach vorne und schon geht es los. Das Hoverboard nimmt Fahrt auf. Das macht richtig Spaß. Mit bis zu 20 km/h wird jeder Weg zum Vergnügen. Aber leider ist das (noch) nicht erlaubt.

    In Deutschland dürfen Kraftfahrzeuge über 6 km/h nur auf öffentlichen Wegen und Plätzen gefahren werden, wenn sie eine Straßenzulassung haben. Außerdem muss der Fahrer über die erforderliche Fahrerlaubnis verfügen und eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen. Zur Zeit sind Hoverboards über 6 km/h noch nicht zum Straßenverkehr zugelassen. Auch ist noch nicht entschieden welchen Führerschein man dafür braucht. Die Versicherer bieten noch keine Kfz-Haftpflichtversicherung an. Über die Privathaftpflicht sind die Fahrzeuge nicht versichert.

    Wir gehen davon aus, dass die Straßenzulassung bald kommen wird. Dann können auch alle anderen Fragen beantwortet werden. Wer vorher mit dem Hoverboard am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen will, muss es auf max. 6 km/h drosseln. Damit darf man sich dann auf Fußwegen bewegen. Es gelten dieselben Bestimmungen wie für Fußgänger. Versicherungsschutz besteht über die Privathaftpflichtversicherung, sofern dort die kleine Bezinklausel mitversichert ist.

    Wer mit einem Hoverboard über 6km/h vor der offiziellen Straßenzulassung und ohne Kfz-Haftpflichtversicherung einen Unfall verursacht, zahlt den Schaden des Geschädigten aus eigener Tasche. Das gilt auch für Unfälle auf Privatgrundstücken.